Vorbereitung.

Bereite, sofern vorhanden, einen Globus, die kostenlose Equal-Earth-Umrisskarte und unser Vergleichswerkzeug vor. Die Lernenden brauchen einen Stift und Platz für ihre erste Vermutung. Die Aktivität eignet sich etwa ab elf Jahren; passe die mathematische Tiefe an die Gruppe an. Die Umrisskarte gibt es als JPEG zum Drucken und als SVG zur Bearbeitung. Nutze Querformat und „An Seite anpassen“.

Belege zum Abschnitt[1]

Minute 0–5: vermuten.

Frage: „Wie oft passt Grönland flächenmäßig in Afrika?“ Lass zuerst jede Person eine Vermutung festhalten. Frage anschließend, ob Norden auf einer Karte oben sein muss. Sammle Begründungen statt nur Antworten.

Das kleine Kartenlabor

Wie viel Afrika steckt in deiner Vorstellung?

Schätze, wie oft Grönlands gesamte Fläche in die Fläche Afrikas passt. Verschiebe den Regler und decke dann das Verhältnis auf.

AfrikaGrönland
Quadratflächen im Verhältnis; keine Länderumrisse. Die Seitenlängen ändern sich mit der Quadratwurzel des Flächenverhältnisses.

Minute 5–15: ausprobieren.

Stelle das Vergleichswerkzeug nacheinander auf 0°, 30° und 60° Breite. Die markierten Kreisscheiben besitzen auf der Kugel dieselbe Fläche. Beschreibt, wie sich Form und dargestellte Größe ändern. Bei sphärischem Mercator beträgt der lokale Flächenfaktor am Äquator 1 und bei 60° bereits 4. Equal Earth erhält gleiche Flächen auch auf der Karte.

Warum tritt derselbe Mercator-Effekt auf der Südhalbkugel auf? Warum bedeutet „flächentreu“ nicht zugleich „entfernungstreu“?

Belege zum Abschnitt[4][5]

Minute 15–25: das Original lesen.

Markiert auf der Umrisskarte den Äquator, Afrika und Grönland. Stellt das ungefähre Flächenverhältnis 14:1 mit Quadraten dar, nicht mit erfundenen Länderumrissen. Vergleicht eine Greenwich- mit einer Pazifik-Ausgabe. Was wandert an den Rand? Was bleibt unverändert? Nutzt das vollständige Original für Namen und die Umrisskarte für eigene Anmerkungen.

Belege zum Abschnitt[1]

Minute 25–30: eine Abschlussfrage.

Vervollständigt: „Eine flächentreue Karte nutze ich, wenn …; eine andere Darstellung wähle ich, wenn …“. Eine gute Antwort verbindet Eigenschaft und Aufgabe: etwa Kontinentflächen mit Equal Earth vergleichen, eine tatsächliche Reise mit einem geeigneten Navigationswerkzeug planen.

Hinweise für Lehrkräfte: Ein anderer Zentralmeridian verändert weder die reale Geografie noch Flächenverhältnisse. Norden oben ist eine Konvention. Geradlinige Linien konstanter Kompassrichtung sind eine Mercator-Eigenschaft, aber nicht allgemein kürzeste Wege. Grenzdarstellungen sind redaktionelle Daten, keine Folge der Projektionsformel.

Belege zum Abschnitt[4][5]

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